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Dr. Thielert: Dermatologie, Venerologie, Akupunktur, Berufsdermatologie, ambulante Operationen
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Venendiagnostik


In Deutschland leiden 17 Millionen Menschen unter Krampfadern in mehr oder weniger ausgeprägter Form.


Wir unterscheiden:

  • Kleinste oberflächliche Gefäße, die sogenannten Besenreiser. Sie können eine erhebliche kosmetische Belastung darstellen, aber auch Hinweis auf größere defekte Gefäße sein.
  • Größere oberflächliche Gefäße, die sogenannte Astvarikosis oder Stammvarikosis. Hier kann es mehr oder weniger ausgeprägt zu Stauungsbeschwerden (schwere Beine, Schwellneigung, Krämpfe) kommen. Über Jahre unbehandelt ist die Spätfolge das offene Bein (Ulcus cruris). Auch Venenentzündungen können als Folge eines unbehandelten Krampfaderleidens auftreten.
  • Tiefe Gefäße, die sogenannte Leitveneninsuffizienz. Sie kann vererbt, häufiger aber als Folge einer oft unbemerkt verlaufenen Thrombose auftreten. Auch hier kann es unbehandelt zu den genannten Stauungsbeschwerden wie auch zu einem offenen Bein kommen.


Diagnosegerät zur Untersuchung von VenenleidenJedes dieser beschriebenen Zeichen erfordert eine Diagnostik durch einen Venenarzt (Phlebologe).



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Was sind Krampfadern?

Warum bekommt man Krampfadern?

Welche Beschwerden machen Krampfadern?

Wie wird das Krampfaderleiden behandelt?

Wie kann ich vorbeugen bzw. das Voranschreiten der Erkrankung bremsen?

 


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Was sind Krampfadern?


Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Blutgefäßen:
1. Die Arterien, die das Blut mit Nährstoffen und Sauerstoff zu den Organen transportieren, Pumpe ist das Herz.


2. Die Venen, die Abbaustoffe und CO2 abtransportieren. Pumpe ist hauptsächlich die Muskulatur, die Flussrichtung des Blutes zum Herzen hin wird über Klappen, die wie Rückschlagventile funktionieren, festgelegt.


Krampfadern sind erweiterte Venen mit defekten Klappen.


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Warum bekommt man Krampfadern?


Der wesentliche Faktor ist sicherlich eine vererbte Bindegewebsschwäche.
Als verstärkende Faktoren kommen hinzu:

  • Übergewicht
  • Schwangerschaft = hormonelle Faktoren
  • langes Stehen ohne Bewegung oder Kompressionsstrumpf

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Welche Beschwerden machen Krampfadern?


Durch mangelhaften Abtransport staut sich das Gewebswasser = Schwellungen (anfangs nur an heißen Tagen oder nach langem Stehen, später regelmäßig abends).

  • unangenehmes Schweregefühl
  • Schmerzen, Reißen
  • häufig Wadenkrämpfe

Wir sehen noch zusätzlich als Zeichen der Schädigung durch Abbauprodukte:

  • kleine neue Adern am Knöchel
  • Braunverfärbung der Haut
  • und zuletzt das offene Bein

Folgende Komplikationen können auftreten:

  • in den Krampfadern kann es zu Venenentzündungen kommen
  • Blutungen aus leicht verletzlichen Gefäßen

Da auf Dauer bei unbehandelter Varikosis die tiefen Venen mitgeschädigt werden (Volumenüberlastung, fließt auch dort das Blut langsamer. So steigt mittel- bis langfristig hierbei die Thrombosegefahr. Es kann zu lebensgefährlichen Blutgerinnseln in den tiefen Venen kommen.


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Wie wird das Krampfaderleiden behandelt?


Am Anfang steht die Diagnostik mit Venenfunktionsmessungen. Hierbei handelt es sich immer um eine Leistung der gesetzlichen und privaten Kassen. Abhängig vom Befund stellen sich verschiedene Therapieoptionen dar.


Handelt es sich lediglich um kleine oberflächlichen Gefäße, so kann aus kosmetischen Gründen eine Verödungsbehandlung, teils auch eine Laserbehandlung durchgeführt werden. Über Erfolgsaussichten und Preise beraten wir Sie gerne nach der Messung.


Sind größere Gefäße betroffen, ist abhängig vom Schweregrad der betroffenen Gefäße eine Kompressionsbehandlung z.B. mit Kompressionstrümpfen, eine Verödungsbehandlung oder eine operative Entfernung der betroffenen Gefäße indiziert. Hierbei handelt es sich durchgängig um Bestandteile der kassenärztlichen Versorgung.


Liegt bereits ein offenes Bein vor, so sind feste Kompressionsverbände sowie eine fachgerechte Lokalbehandlung notwendig.  (Kassenleistung)


Teilweise kann eine apparative Lymphdrainage zusätzlich eingesetzt werden.


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Wie kann ich vorbeugen bzw. das Voranschreiten der Erkrankung bremsen?


Es geht darum, Faktoren, die die anlagebedingte Bindegewebsschwäche fördern, zu reduzieren:

  • Gewichtsreduktion
  • Merkspruch (3L, 3S): Lieber laufen und liegen statt sitzen und stehen.
  • Schwimmen: Kältereiz, Muskelbewegung, horizontale Lage sind günstige Faktoren
  • Sauna schlecht:  Wärme starker Reiz zur Gefäßweitung, Risiko Thrombose und Venenentzündung.
  • Schenkelgüsse, Wechselbäder gut
  • bei stehender Tätigkeit leichte Kompressionsstrümpfe tragen

Venenmittel sind meistenteils ohne Wirknachweis, werden deshalb von den Kassen nicht erstattet und sind höchstens zur Ergänzung der Therapie geeignet.
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Letzte Aktualisierung:
17.01.2010